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| Pressemitteilungen |
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| 12. September 2005 |
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| Gehirnforschung und Sehen |
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| Stand der Forschung und
Behandlung von Sehschäden bei Schlaganfallpatienten |
Magdeburg, 12.09.2005 - Kann das Gehirn Schäden
im Sehsystem reparieren? Können Menschen ihre Sehleistung
nach Schlaganfall oder Hirntrauma verbessern? Forscher
des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität
Magdeburg haben zusammen mit Neurologen und Sehtherapeuten
bei einem internationalen Symposium am 12. September in
Magdeburg Ergebnisse vorgestellt, die eine Behandelbarkeit
von Sehschädigungen nachweisen.
Die Magdeburger Wissenschaftler haben in den vergangenen
Jahren die Neuroplastizität - wie die Fähigkeit
des Gehirns sich selbst zu reparieren genannt wird - erforscht
und in vielen Studien belegt. Insbesondere haben sie entdeckt,
dass es möglich ist, durch Lichtstimulation teilgeschädigte
Gehirnareale wieder zu aktivieren und damit das Sehen
zu verbessern. In Zusammenarbeit mit dem Sehzentrum NovaVision
haben sie eine computergestützte Therapie für
Sehstörungen nach Schlaganfall, Tumoren und Trauma
entwickelt, die Visuelle Restitutionstherapie (VRT). Diese
Sehtherapie wurde in Deutschland bei über 800 Patienten
angewendet. Auch in den USA wird die VRT mittlerweile
in vielen neurologischen Kliniken angewendet.
Nach über 10 Jahren Forschung und klinischer Erfahrung
haben die Magdeburger Forscher und die VRT-Therapeuten
von NovaVision beim Symposium ihre Patientenfälle
und Therapieergebnisse unter internationaler Beteiligung
zahlreicher Neurologen und Neuropsychologen vorgestellt
und diskutiert. In vielen Fällen können Patienten
besser lesen, fernsehen, Hindernisse erkennen und sich
in ihrem Alltag wieder zurechtfinden. In einigen wenigen
Fällen konnten Patienten sogar ihren Fahreignungstest
nach der Therapie erfolgreich bestehen.
Betroffene und deren Angehörige können beim
Sehzentrum NovaVision Informationsmaterial anfordern und
sich beraten lassen. Ihnen steht die Hotline 0391 6 36
00 68 zur Verfügung. |
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