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Magdeburg / Vogtsburg, 21.07.2008.
Am
21. Mai 2008 präsentierte sich Johann Traber jr. nach
seinem schweren Unfall wieder vor Publikum auf dem
Hochseil.
Mit waghalsigen Kunststücken in Schwindel erregender
Höhe hält die Artistenformation „Original
Traber-Familie“ die Menschen weltweit in Atem. Millionen
von Zuschauern ist die Familie rund um Juniorstar Johann
Traber (24) durch spektakuläre Auftritte und
internationale Events bekannt. Nach langer Unfallpause
ist das junge Talent jetzt mit Hilfe der „Visuellen
RestitutionsTherapie“ (VRT) auf dem Weg zurück aufs
Hochseil.
Während eines Auftritts auf dem Hamburger Jungfernstieg
im Mai 2006 stürzt Johann von einem 50 Meter hohen
Metallmast und prallt ungebremst in das Gerüst. Ein
Materialfehler beendet fast das Leben des jungen Mannes
aus der Traber-Familie, die seit 1799 Generationen von
erfolgreichen Artisten hervorgebracht hat. Schritt für
Schritt muss Johann wieder lernen, mit seinem Körper
umzugehen und sich im Alltag zurechtzufinden: Angefangen
von einfachen Bewegungen wie Laufen, den gelähmten
linken Arm wieder bewegen bis hin zum Sprechen.
Doch vor allem die Auswirkungen der Sehbehinderung waren
deutlich spürbar und stellten eine große Barriere im
Alltag dar. An eine Rückkehr in den Beruf des
Hochseilartisten war lange Zeit nicht zu denken. Der
komplizierte Gesichtsfelddefekt zog auch Probleme mit
dem Gleichgewicht nach sich. „Für unseren Beruf ist das
natürlich ein riesiges Problem“, beschreibt Senior
Traber die dramatische
Situation für seinen Sohn.
Seit kurzem kann Johann Traber wieder Hoffnung schöpfen.
Er kommt mit den Magdeburger Spezialisten von NovaVision
zusammen, die bereits seit 2000 an speziellen
Therapielösungen für Patienten mit neurologisch
bedingten Sehstörungen arbeiten. Er beginnt mit der
„Visuellen RestitutionsTherapie“. Mittels gezielter
Lichtimpulse werden in diesem computergestützten
Verfahren die betroffenen Nervenzellen, die für das
Sehen zuständig sind, stimuliert. Damit kann das
Gesichtsfeld Schritt für Schritt wieder erweitert
werden.
Johann Traber kann diese Therapie am eigenen Computer zu
Hause in Vogtsburg am Kaiserstuhl oder auch unterwegs im
Wohnmobil durchführen, ein großer Vorteil in einem
mobilen Leben wie es die Familie führt. Die
Trainingsergebnisse schickt er monatlich nach Magdeburg,
wo seine Betreuer von NovaVision die individuellen
Therapieeinstellungen vornehmen und anpassen.
In
Deutschland wurden bisher bereits mehr als 1.200
Patienten mit der „Visuellen RestitutionsTherapie“
behandelt. Die klinischen Studien ergaben bei über 65
Prozent der Patienten nach der sechsmonatigen Therapie
messbare Verbesserungen ihres Sehvermögens und damit
wesentliche Erleichterungen im Alltagsleben.
Johann kämpft tapfer seinem Ziel entgegen, wieder
arbeiten und die Tradition seiner Familie fortführen zu
können. „Egal wie es ausgeht, eines hoffe ich jedenfalls
mit der VRT für mich zurück zu gewinnen: das ist ein
großes Stück Lebensqualität und Lebensfreude – und das
ist wichtiger als alles andere.“
Weitere Informationen erhalten Patienten und
Interessierte bei NovaVision unter der Telefonnummer
0391-6360050 oder im Internet: www.novavision.de. |