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Magdeburg, 28.04.2009.
Die erzielten Gesichtsfelderweiterungen und die damit verbundenen funktionellen Verbesserungen im Alltag wurden von Prof. Romano, University of Miami, auf dem Jahreskongress der American Academy of Neurology, der vom 26.4. bis 2.5.09 in Seattle, Washington stattfand, vorgestellt.
überprüft wurde der Zusammenhang
zwischen trainingsbedingter Gesichtsfelderweiterung und
funktionalen Verbesserungen des Lesens, der
Texterkennung und des Explorierens als zentrale
Anforderungen im Kontext von Aktivitäten des täglichen
Lebens (AdL).
In die retrospektive Studie wurden 39 Patienten mit homonymen Gesichtsfeldaus-fällen im zentralen 30°-Gesichtsfeld eingeschlossen. Die Daten stammen aus 17 klinischen Einrichtungen in Deutschland, in denen Verfahren der visuellen Restitutionstherapie zum Einsatz kommen. Die Patienten absolvierten eine sechsmonatige
Therapie zu Hause. Gemessen wurde zu Beginn und nach
Abschluss der Therapie, in welchem Ausmaß sich der Gesichtsfelddefekt verändert hatte (kampimetrisch) und wie sich die Sehstörung auf visuell-motorische Anforderungen bei Blickbewegungsaufgaben (TMT-A-Test) auswirkte. Weitere Messungen bezogen sich auf die Lesefähigkeit, also das automatische Zusammenspiel von Sakkaden,
Fixationen und Regressionen (Blocklesetest).
Nach der
visuellen Restitutionstherapie verbesserten 27 Patienten
(69,2 Prozent) ihre visuelle Wahrnehmung im defekten
Bereich um mehr als 10 Prozent. Die Leseleistung gemessen in Lesegeschwindigkeit und Fehlerhäufigkeit sowie visuell-motorische Koordinationsleistungen verbesserten sich signifikant. Die Patienten konnten sich im Alltag, im Beruf und im Straßenverkehr wieder besser zurechtfinden.
Die Studie zeigt, dass sich
funktionelle Verbesserungen des Lesens, der Texterkennung
und des Explorierens in dem Maße verbessern, wie sich
das Gesichtsfeld
durch die visuelle Restitutionstherapie vergrößert.
Auch in früheren Studien konnte nachgewiesen werden, dass sich ausgefallene Sehbereiche durch visuelle Restitutionstherapie messbar reduzieren ließen. Offen war aber, in welchem Ausmaß Patienten durch diese Verbesserungen im Alltag profitieren. Auch von Kostenträgerseite bemisst sich der Nutzwert neurovisueller Rehabilitation an dem Grad, in dem sehbedingte Alltagsprobleme von Betroffenen reduziert werden können.
www.novavision.de
Quellen:
Schlüter, Schulz, Kenkel, Romano
NovaVision; University of Miami
Functional Improvement after a Visual Rehabilitation
Intervention for Patients with Homonymous Visual Field
Defects
Presented at AAN
Meeting, Seattle, April 28, 2009
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